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Heringsbrüh – einmarinierte Heringe

… in den Niederlanden ist der Startschuss gefallen!… Das erste Fass ist traditionell versteigert und somit ist Saisoneröffnung. Ab dem 12. Juni kommt er frisch in den Handel. Jetzt darf nach Herzenslust geschlemmt werden. Klassisch wird mein Matjes- Rezept gut gekühlt serviert. Gut bürgerliche Küche, muss gerade jetzt bei den heißen, sommerlichen Temperaturen, leicht und erfrischend sein. Wenn sich hier in Oberfranken ein heißer Sommertag dem Ende neigt und im Kühlschrank eine frische Schüssel Heringsbrüh auf mich wartet, ist das ein perfekter Ausklang am Feierabend. In dieser Schüssel vereinen sich gleich mehrere Aromen , salziger Matjes, würzig- scharfe Zwiebeln, säuerliche Äpfel und süße Buttermilch. Matjes tröstet mit hochwertigen Omega- 3- Fettsäuren über den höheren Fettgehalt hinweg. Dazu werden dampfende Pellkartoffeln gereicht, die dieses Gericht harmonisch ergänzen….. 

” Wäre der Matjes so selten wie der Kaviar, würde man ihn als feinsten Leckerbissen gelten lassen! ”  ( Bismarck ) 

Das braucht Ihr für eine Schüssel:

 

~Zutaten:

  • 8 frische Matjesfilets
  • 4 rote Zwiebeln
  • 1 säuerlicher roter Apfel ( Elstar oder Boskop )
  • 5 Gewürzgurken
  • 2 Becher a 500 ml Buttermilch
  • 2 Becher saure Sahne
  • 4 Wacholderbeeren

~Zubereitung :

  1. Zu Beginn die Matjesfilets waschen, trocken tupften und in ca. 2 cm große Stücke schneiden. 
  2. Die Zwiebeln, die Gurken in kleine Würfelchen schnippeln.
  3. Den Apfel waschen, trocknen, vierteln, entkernen und ebenfalls in Würfel schneiden. 
  4. Alles zusammen in eine Schüssel geben, mit der Buttermilch und der sauren Sahne aufgießen.
  5. Die Wacholderbeeren hinzugeben. Alles gut miteinander verrühren.
  6. Mehrere Stunden, im Kühlschrank gut durchziehen lassen.

Am besten passen Pellkartoffeln dazu….! 

Tipp! Nordseekrabben on Top sorgen für das gewisse Etwas !

” Und nun esst alle Matjes mit, ich wünsche einen ” GUTEN APPETIT ”                                                           (c) Gerhild Kayser


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Scholle mit Schinken-Zwiebel-Stippe und Nordseekrabben

Moin! kommt mal ein bisschen näher…Heute muss ich euch etwas beichten, ich habe mich verliebt. Was einmal als ein harmloser Flirt begann, ist über die Jahre zu einer innigen Liebe herangewachsen. Obwohl ich als Oberfranke von einem wirklich, wunderschönen Fleckchen Erde komme, zieht es mich immer und immer wieder an meine heißgeliebte Nordsee. Ein Ort an dem ich mich pudelwohl fühle und für eine Weile die Seele baumeln lassen kann. Sobald ich den Sand unter meinen Füßen spüre, dass Meer rauschen höre und der Wind meine Haare zerzaust, weiß ich, ich möchte gerade nirgends wo anders sein. Da ich die lange Wegstrecke leider nicht so oft auf mich nehmen kann und wenn die Sehnsucht unerträglich wird, hole ich mir den Norden eben nach Hause. Im Wonnemonat Mai gibt uns die Nordsee einen Plattfisch frei, der durch seinen hohen Eiweißgehalt perfekt in meine Ernährung passt. Mai..Nordsee..Plattfisch, ja genau Maischolle. Ich habe mich heute für die klassische Zubereitung mit Stippe entschieden. Statt Speck ist meine Variante mit mageren Schinkenwürfelchen, würzige rote Zwiebeln und natürlich Nordseekrabben. Leider nicht  fangfrisch vom Kutter…das hole ich bald nach..wenn mich das Fernweh plagt… Smakelk Eten!

Das braucht Ihr für 2 Portionen:

 

~Zutaten:

  • 2 Küchenfertige Schollen oder Schollenfilets
  • 100 g Dinkelmehl 630
  • 2 EL Pflanzencreme zum anbraten
  • 150 g magere Schinkenwürfelchen
  • 2 rote Zwiebeln
  • 100 g Nordseekrabben
  • Salz

~Zubereitung :

  1. Die Schollen waschen, gut trocknen, mit Salz würzen. Mehl in eine Flache Form geben, ein Teller tuts auch. Die Schollen von beiden Seiten in Mehl wenden. 
  2. Die Zwiebel schälen und fein würfeln. 
  3. Eine Pfanne ohne Fett erhitzen, die Schinkenwürfelchen anbraten, die Zwiebelwürfelchen zugeben und ebenfalls mit anbraten. 
  4. Die Pflanzencreme in einer weiteren Pfanne erhitzen. Die Scholle je Seite 3 – 4 Minuten anbraten.
  5. Aus der Pfanne nehmen, auf einem Teller anrichten. Die Schinken- Zwiebel Mischung auf die Scholle geben. On Top dürfen die Nordseekrabben dazu. 

Als Beilage passt perfekt Petersilien-Kartoffeln und ein Gurkensalat!….. eine echte Snippsnappsnaren*

* die Leckerei ( Leckerbissen ) auf Plattdeutsch     


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Calamari alla puttanesca

per Fingerschnipp ans Mittelmeer… wenn es nur so einfach wär. Da die warmen Temperaturen momentan ja noch ein bisschen in den Startlöchern feststecken, gibt es zum Glück, Gerichte die einen beim Essen auf einen Kurztrip entführen. Calamari alla puttanesca, ist genau so ein Gericht… das ist Mittelmeer, Süditalien pur! Frische Meeresfrüchte, sonnengereifte Tomaten, fruchtige Oliven, würzige Sardellen und essigsaure Kapern verbinden sich zu einer Speise die einen Italienurlaub gleicht. Das aus Süditalien stammende Rezept, dass übersetzt den etwas ungewöhnlichen Namen ” nach Hurenart ” trägt, hat für mich nichts mit einem Freudenhaus zu tun, außer das es Gaumensex vom Feinsten ist… es Bedarf keiner großen Worte, heute lass ich den Geschmack sprechen… buon appetito! saluto eure Dani!

Das braucht Ihr für 2 Portionen:

 

~Zutaten:

  • 400 g Tintenfischtupen – Calamari
  • 400 g passierte oder stückige Tomaten
  • 50 g Sardellen
  • 2 EL Kapern
  • 85 g Kalamata Oliven ohne Stein
  • Salz, Pfeffer
  • Chiliflocken nach Belieben
  • Oregano frisch oder getrocknet
  • Öl zum anbraten

~Zubereitung :

  1. Den Tintenfisch waschen, gut trocknen, putzen und in ca. 2 cm dicke Ringe schneiden. 
  2. Die Oliven in Scheiben schneiden, die Kapern in einem kleinen Sieb abtropfen lassen.
  3. Öl in einer Pfanne erhitzen, die Tintenfischringe scharf anbraten. Die Sardellenfilets zugeben und kurz mit anbraten bis sie auseinander fallen. 
  4. Die passierten Tomaten zugeben und leicht köcheln lassen. Jetzt dürfen die Olivenscheiben und Kapern dazu. Köcheln lassen bis der Tintenfisch weich ist. Anschließend mit Pfeffer und Oregano abschmecken. Wer es schärfer mag kann gerne ein paar getrocknete Chiliflocken zugeben. 

Dazu passt, Pasta, Risotto oder einfach ein Ciabatta… !..und ein Gläschen italienischer Rotwein!


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Skrei mit Senfsosse und Kartöffelchen

Ja ist denn schon Freitag ? weil das ist immer mein Fischtag! Aber sicherlich wundert Ihr euch jetzt, richtig es ist nämlich erst Mittwoch. Ich habe den Freitag einfach mal vorverlegt, aus dem einfachen Grund, ich bin bereits mit Appetit auf Fisch aus den Bett gepurzelt. Getrieben von meinen Gelüsten musste ich meinen Lieblingsfischhändler in der Region einen dringenden Besuch abstatten und was erblickte ich da mit entzücken in der Auslage, ganz frisch angeliefert, Skrei – norwegischer Winterkabeljau. Das wirklich schlimme am Skrei ist ja, die Saison ist eindeutig viel, viel zu kurz. Den Edelfisch gibt es leider nur von Januar bis Ende April frisch beim Fischhändler des Vertrauens,  ” skride ”  was norwegisch für wandern steht und das tut der kleine Kerl ja wirklich, der Skrei legt von seiner Heimat der eiskalten Barentssee bis zu seinem Laichplatz den Lofoten bis zu 1000 Kilometer zurück, dadurch begeistert dieser Fisch mit einem sehr festem Fleisch und ist zudem noch extrem fettarm. In der Pfanne auf der Haut gebraten ein Geschmackserlebnis der ganz besonderen Art , was in den 4 Monaten Saison trotz höheren Preis mindestens einmal wenn nicht gar zweimal auf dem Speiseplan stehen sollte 🙂 . Da ich es gerne traditionell mag, habe ich den Skrei mit einer Senfsoße und gebratenen Kartöffelchen kombiniert… und was muss ich sagen! einfach  ” fischtastisch !”

Das braucht Ihr für 4 Portionen:

 

~Zutaten:

  • Skreifilet mit Haut pro Kopf ca. 200 g
  • etwas Planzencreme
  • Salz, Pfeffer 
  • 1 Bio Zitrone
  • 40 ml Pflanzencreme mit Buttergeschmack
  • 20 g Dinkelmehl
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • 250 ml Kochsahne mit 7% Fett
  • 4 – 5 TL mittelscharfer Senf
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer, Rohrzucker
  • 1 Spitzer Weißweinessig
  • 600 g kleine Kartoffeln ( Drillinge )
  • etwas Pflanzencreme zum anbraten

~ Zubereitung

           ~ den Skrei gut 30 Minuten vor dem braten aus dem Kühlschrank nehmen! ~

  1. Als erstes bereite ich die Senfsoße zu, dafür die Planzencreme in einen Topf erhitzen, wenn sie flüssig ist das Mehl dazugeben und anschwitzen, mit der Gemüsebrühe und der Kochsahne ablöschen und gut rühren damit es nicht klumpt. Jetzt nach Geschmack den Senf einrühren und mit Salz, Pfeffer und einer Prise Rohrzucker abschmecken. Mit einen Spritzer Zitronensaft und Weißweinessig verfeinern. Die Soße auf kleiner Hitze warm halten.
  2. Die Kartöffelchen waschen und gut trocken, anschließend mit Schale halbieren. In einer Pfanne ein wenig Pflanzencreme erhitzen und die Kartöffelchen gut anbraten bis sie leicht gebräunt sind, mit Salz würzen und 50 ml Wasser zugießen, mit geschlossenen Deckel ca. 20 Minuten garen. 
  3. Jetzt ist der Skrei an der Reihe, den Skrei kurz abspülen und gut trocknen, in Trancen schneiden, pro Portion ca. 200 g,  in einer beschichteten Pfanne etwas Pflanzencreme gut erhitzen, den Skrei mit der Hautseite 2 Minuten scharf anbraten. Jetzt die Hitze zurücknehmen und wieder etwas Pflanzencreme zugeben, 3 – 5 Minuten weiter braten. Ich lege jetzt gerne eine halbierte Zitrone mit in die Pfanne. Die Pfanne vom Herd nehmen und den Skrei noch 5 Minuten ruhen lassen. Jetzt würze ich den Fisch mit Salz und Pfeffer. 
  4. Alles zusammen auf einen Teller anrichten und einfach nur diesen einzigartigen Geschmack des Skrei genießen.

 ” gerne auch mit einen Spritzer Zitronensaft aus der gebratenen Zitrone ” 

 ~ Ich wünsche Euch ein fischtastisches Geschmackserlebnis … eure Dani ~


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